Auf Gero Hesses Blog ist ein Interview mit den Gründern der Video Bewerbungsplattform Talentcube, „die Bewerbungsmappe für die Hosentasche“, zu lesen.

Ich hatte Talentcube eine Weile auf dem Radar, habe es mir jedoch in den letzten Monaten nicht mehr genauer angesehen.

Daher bin ich ein bisschen verwundert zu lesen – obwohl diese Art zu klappern zum Handwerk eines jeden Startups gehört – dass sich Talentcube als erstes HR Startup mit Video Bewerbungsplattform sieht.

Die Betreiber von hire.tv, die Goltfisch GmbH aus Paderborn, haben bereits eines Plattform dieser Art seit Anfang 2015 in Betrieb.

Auf dem ersten HR Hackathon haben sie ihre App „VideoRecruiting“ gebaut, die sogar von einem Bewerbermanagementsystem Anbieter in das System integriert worden ist.

Besonders interessant finde ich darüber hinaus auch die Möglichkeit, dass Arbeitgeber ihre Jobs in Form einer Videoanzeige zur Verfügung stellen. So müssen sich beide Seiten vor der Kamera profilieren.

Ich finde es gut, dass es mobile Apps gibt, die den Bewerbungsprozess vereinfachen. Sehr gut gefällt mir bei Talentcube, dass Josuchende ihren Lebenslauf anhand eines Xing- oder LinkedIn Imports anhängen können.

Ob es wirklich so gut ist, Kandidaten anhand eines 30-sekündigen Videos auszusortieren, wage ich indessen vage zu hinterfragen.
Was passiert mit den Kamerascheuen, die sich per Video nicht so gut präsentieren wie Extrovertierte?
Oder kann die Beantwortung von 3 Fragen in 30 Sekunden dazu ausreichen, ein ausreichendes Bild zu einem Kandidaten zu machen?

Ich bin skeptisch, aber ich bin eben keine Vertreterin der Generation Y oder Z.